Montag, 20. Februar 2017

Rezension Philip Kerr - Operation Zagreb

Philip Kerr - Operation Zagreb

Rezension


Philip Kerr
Operation Zagreb
Roman
512 Seiten
22,95€

Zum Inhalt

Die Jagd nach einem Balkan-Kriegsverbrecher und eine geheimnisvolle Diva. Band 10 der Reihe um Bernie Gunther.
Sommer 1942: Bernie Gunther arbeitet wieder im Polizeipräsidium am Alex in Berlin. Im Windschatten des Krieges scheinen sich die Verbrecher sicher zu fühlen, und Bernie hat besonders viel zu tun. Ein Befehl von Nazi-Propagandaminister Goebbels zwingt ihn dazu, alles stehen und liegen zu lassen, um in geheimer Mission nach Zagreb zu reisen. Er soll den Vater von Goebbels' Lieblingsschauspielerin Dalia Dresner finden - einen Priester, der sich den rechtsextremen Ustascha angeschlossen hat. Doch dann verschwindet Dalia selbst aus Goebbels' Dunstkreis, und Bernie muss sie unbedingt wiederfinden. Denn der Propagandaminister erträgt es nicht, wenn etwas nicht nach seinem Willen läuft...

Meine Meinung

Es ist das erste Buch aus der Reihe, das ich gelesen habe und leider hat man das auch sehr deutlich gemerkt. Ich wusste scheinbar Dinge über den Ermittler nicht, welche in den vorherigen Bänden vorkam. Das hat mir das Lesen leider erschwert, aber dieses Buch kann da ja nichts für.
Der Schreibtstil ist anspruchsvoll und auf einem höheren Niveau, was auch das Thema an sich schon bedingt. Ein gewisses Vorwissen über die Thematik wäre auch von Vorteil. Es handelt sich also nicht um ein Buch, welches man nebenbei und ohne die volle Konzentration weglesen könnte. Es verlangt dem (gebildeten) Leser etwas mehr ab. 
Für mich war es ein gelungener Mix aus Kriminal- und historischen Roman, der auf einem anspruchsvollen Niveau stagniert.

Rezension Paul Cleave - Der siebte Tod

Paul Cleave - Der siebte Tod

Rezension



 Paul Cleave
Der siebte Tod
432 Seiten
8,95€

Zum Inhalt

Mein Name ist Joe. Ich bin ein netter Kerl. Aber manchmal bringe ich Frauen um.

Joe hat sein Leben scheinbar fest im Griff - tagsüber jobbt er als Putzmann bei der Polizei, abends geht er anderen Tätigkeiten nach. Er denkt daran, seine Fische zweimal täglich zu füttern und seine Mutter mindestens einmal pro Woche zu besuchen, obwohl er ihren Kaffee ab und zu mit Rattengift verfeinert. Er stört sich kaum an den Nachrichten über den Schlächter von Christchurch, der - so wird behauptet - sieben Frauen umgebracht hat. Joe weiß, dass der Schlächter nur sechs getötet hat. Er weiß es ganz einfach. Und Joe wird diesen Nachahmer finden; er wird ihn für die eine Tat bestrafen und ihm die anderen sechs Morde anhängen. Ein perfekter Plan, denn er weiß bereits, dass er die Polizei überlisten kann. Das Einzige, was noch getan werden muss, ist, sich um all die Frauen zu kümmern, die nicht aufhören, ihm im Weg zu stehen.

Zur Buchreihe von Paul Cleave (Quelle Randomhouse)

Meine Meinung

Lange hatte ich das Buch, besser gesagt die ganze Buchreihe, auf meinem SuB und jetzt ärgere ich mich sehr, dass ich es nicht schon viel früher gelesen habe. Sicher, man muss mit dem Buch klarkommen. Es ist bestimmt nicht jedermanns Sache, dass aus der Sicht des Killers erzählt wird. Das geschieht auch noch sehr ironisch, teils derbe sarkastisch. Dennoch fand ich es sehr gelungen. Man findet Joe schon fast sympathisch. Komisch, aber wahr.
Ich möchte über das Buch an sich gar nicht viel sagen, denn es ist einfach anders und einfach gut. Wer Thriller mag, muss es einfach lesen. 




Rezension Jeffery Deaver - Die Menschenleserin

Jeffery Deaver - Die Menschenleserin

Rezension



Jeffery Deaver
Die Menschenleserin
544 Seiten
9,95€

Zum Inhalt

Der erste Fall für Jeffery Deavers neue faszinierende Ermittlerin Kathryn Dance! Vor acht Jahren löschte der hochintelligente Psychopath Daniel Pell auf einen Streich eine ganze Familie aus – zumindest beinahe: Allein die neunjährige Tochter überlebte die Schreckensnacht. Doch nun ist Pell die Flucht aus der Haft gelungen. Und nur Kathryn Dance kann jetzt noch verhindern, dass der Mörder sein Versäumnis von damals wettmacht. Doch dafür muss die geniale Verhörspezialistin ganz tief in Daniel Pells Psyche eintauchen – ein Höllentrip, von dem es vielleicht keine Wiederkehr für sie gibt …

Zum Autor (Quelle Randomhouse)

Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Wie kaum ein anderer beherrscht der von seinen Fans und den Kritikern gleichermaßen geliebte Jeffery Deaver den schier unerträglichen Nervenkitzel, verführt mit falschen Fährten, überrascht mit blitzschnellen Wendungen und streut dem Leser auf seine unnachahmliche Art Sand in die Augen. Seit dem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat er sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher, die in 25 Sprachen übersetzt werden und in 150 Ländern erscheinen, haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingebracht. Die kongeniale Verfilmung seines Romans "Die Assistentin" unter dem Titel "Der Knochenjäger" (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) war weltweit ein sensationeller Kinoerfolg und hat dem faszinierenden Ermittler- und Liebespaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs eine riesige Fangemeinde erobert.

Meine Meinung

Es ist nicht mein erstes Buch von Jeffery Deaver, weshalb ich seinen Schreibstil schon kannte. Sehr angenehm, nicht zu hochgestochen, sehr einprägsam.
Die Geschichte ist gut konzipiert, auch wenn man relativ zügig mit dem Täter vertraut gemacht wird, nimmt das der Spannung nichts. Man kann Kathryn Dance als Ermittlerin gut folgen und geht mit ihr gemeinsam auf Spurensuche. Es handelt sich hier um Band 1 der Kathryn Dance Reihe und ich vermute, dass man im Laufe der Reihe, noch näher an die Protagonistin herangeführt wird. Durch solche Buchreihen, für die Deaver bekannt ist, verspürt man eine angenehme Verbindung zum Protagonisten. Das finde ich sehr angenehm. 
Kurz zurück zur Story. Sie hat eine roten Faden, an welchen sich Deaver kategorisch hält, was mir sehr zusagt. Die Geschichte verliert trotz der hohen Seitenzahl nicht an Spannung und ist absolut lesenswert.

Rezension Paul Finch - Schwarze Witwen

Paul Finch - Schwarze Witwen

Rezension


Paul Finch
Schwarze Witwen
Thriller
512 Seiten
9,99€

Zum Inhalt

Keiner entgeht ihrem Netz
Eine junge Frau steht am Straßenrand, ein Mann hält an und nimmt sie ein Stück mit. Kurz darauf wird der Fahrer tot und grausam verstümmelt im Wald gefunden – das erste von vielen Opfern. »Jill the Ripper«, wie die Killerin von der Presse bald getauft wird, versetzt ganz England in Angst und Schrecken. Die junge, ambitionierte Polizistin Lucy Clayburn schwört sich, diesen Morden ein Ende zu setzen. Verdeckt ermittelt sie in der Unterwelt Manchesters – und ahnt nicht, dass der Chef des brutalen Syndikats »The Crew« ihr dicht auf den Fersen ist …

Zum Autor (Quelle Piper Verlag)

Paul Finch hat als Polizist und Journalist gearbeitet, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er hat zahlreiche Drehbücher, Kurzgeschichten und Horrorromane veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem British Fantasy Award und dem International Horror Guild Award. Er veröffentlichte bereits mehrere sehr erfolgreiche Thriller um den Ermittler Mark »Heck« Heckenburg. Seine neue Serie, in der Lucy Clayburn ermittelt, eroberte England im Sturm. Paul Finch lebt mit seiner Familie in Lancashire, England.

Meine Meinung

Bei dem Namen "Jill the Ripper" ist ja der Name ne klare Ansage und Programm. Es gibt zahlreiche Tote und eine wilde Jagd auf die Mörderin. Besonders toll im Zusammenspiel der Protagonisten ist, dass es zwei Frauen sind, die sich jagen. Polizistin versus Killerin. 
Die Geschichte liest sich sehr flüssig, der Schreibstil überzeugt durch eine angenehme Art und eine eingängige Sprache. 
Paul Finch versteht es, die Geschichte spannend zu gestalten, ohne zu übertreiben oder sich in unrealistischen Handlungssträngen zu verlieren.
Bis zum Ende war es wenig vorhersehbar, was geschieht. Sehr angenehm. Der Spannungsbogen baut sich konitnuierlich auf und endet in einem unfassbar gut gestalteten Plot.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Rezension Sarah Pinborough - Sie weiß von dir

Sarah Pinborough - Sie weiß von dir

Rezension


Sarah Pinborough
Sie weiß von dir
448 Seiten
9,99€

Zum Inhalt

Dieses Ende dürfen Sie niemandem verraten.
Beinahe wäre Louise mit dem netten Mann aus dem Pub im Bett gelandet. Ein paar Tage später dann der Schock: David ist ihr neuer Chef. Und verheiratet. 
Kurz darauf lernt Louise auf der Straße durch Zufall eine Frau kennen. Seine Frau. Bald sind die beiden Freundinnen. Keine gute Idee.
Adele ist sehr schön und sie wirkt sehr verletzlich. Nach und nach verrät sie Luise Erschreckendes über ihre Ehe. Und Louise spürt: Sie hat sich in eine heikle Lage gebracht. Was sie nicht weiß: Die Begegnung mit Adele war kein Zufall. Adele hat einen Plan. Doch es ist keine Intrige aus Eifersucht. Es ist viel, viel schlimmer.

Zur Autorin (Quelle Rowohlt Verlag)

Sarah Pinborough, geboren 1972 in Buckinghamshire, hat sich in ihrer Heimat schon als Autorin von preisgekrönten Jugendromanen und von phantastischer Literatur einen Namen gemacht. «Sie weiß von dir», ihr erster Thriller, wurde sofort in fast zwanzig Länder verkauft.

Meine Meinung

Diesen Thriller habe ich in kürzester Zeit weggesuchtet......und ja das Ende ist.......unfassbar, nicht in Worte zu fassen, strange, einzigartig, anders.
Zur Story an sich. Die Geschichte ist so alltäglich und doch so faszinierend. Frau trifft Mann. Es funkt. Und dann.....das Erwachen, er ist ihr neuer Chef. Alles klar, abhaken, lachen, weitermachen. Aber was, wenn die Frau des Flirts, der fast als ONS geendet hätte, sich mit einem anfreundet? Mitmachen? Was sagen? Louise macht mit. Läuft auch alles soweit ganz gut, wenn Adele, ihre Freundin und Frau des Chefs, nicht schon längst über alles Bescheid wüsste. Was hier gespielt wird, ist einfach unfassbar.
Der Schreibstil war unfassbar abwechslungsreich, da jedes Kapitel von einem anderen der drei Protagonisten erzählt wird - wirklich nur drei - und zeitweise auch in die Vergangenheit gewechselt wird. Das Ende war dann mal was ganz anderes....aber das wird ja direkt am Anfang gesagt, man darf es niemandem veraten. Tut mir leid.

Rezension James Carol - Prey

James Carol - Prey

Rezension



James Carol
Prey
Deine Tage sind gezählt
dtv Verlag
368 Seiten
9,95€
Hier kaufen

Zum Inhalt

Wenn du mir folgst, werde ich dich töten
»Wir lügen alle. Und am meisten belügen wir uns selbst.«

Jefferson Winter, der Profiler mit dem unheimlichen Gespür dafür, wie Serienkiller ticken, hat gerade einen Job in New York zu Ende gebracht. Vor der Abreise nach Paris zu seinem nächsten Fall geht er in einem Diner etwas essen. Es ist zwei Uhr nachts, der einzige andere Gast ist eine platinblonde Frau mit Lederjacke. Als Winters Essen serviert wird, steht sie auf - und ersticht vor seinen Augen den Koch. Dann geht sie seelenruhig davon ... Eine Provokation, die Winter nicht ignorieren kann: Paris muss warten. Das Spiel ist eröffnet.

Zum Autor (Quelle dtv Verlag)

James Carol, geboren 1969 in Schottland, hat bereits als Gitarrist, Toningenieur, Journalist und Pferdetrainer gearbeitet. Jetzt widmet er sich ganz dem Schreiben von Spannungsliteratur. Er lebt mit seiner Familie in Hertfordshire/England.

Meine Meinung

Die Jefferson Winter Reihe ist unfassbar spannend und fesselnd. Ich bin sehr froh, diese Thriller-Reihe gefunden zu haben. Ein ziemlich merkwürdiger Typ, der Winter. Nur Bandshirts und Chuck - sehr sympatisch! Oft am qualmen und gerne mal am trinken. Dazu herrlich pragmatisch. Nur das mit der klassischen Musik, das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Ist zumindest nicht meins.
Auch dieser Fall verlangt Winter wieder viel ab. Erstmal landet er als Tatverdächtiger in einem Mordfall im Verhörraum. Dabei rief er sogar selbst die Polizei. Kaum war diese da, setzt er sich hin und isst erstmal was. Schon mal konsequent der Herr.
Eine Frau tötete das Opfer, direkt vor Winter. Spielt mit ihm. Treibt ihn in den Wahnsinn. Da kann er nicht widerstehen - er muss sie finden. Muss sie zur Strecke bringen. Und auch, wenn relativ schnell klar ist, wen er da jagt. Hier ist der Weg das Ziel und es ist unfassbar spannend!

Rezension Matthew J. Arlidge - D.I. Helen Grace Kalter Ort

M. J. Arlidge - D.I. Helen Grace Kalter Ort

Rezension



Matthew J. Arlidge
D.I. Arlidge
Kalter Ort
Rowohlt Verlag
Thriller
400 Seiten
9,99€
Zur Buchreihe
Hier kaufen

Zum Inhalt

Kein Spiel. Kein Entkommen. 
Als Ruby aufwacht, weiß sie sofort, dass sie nicht in ihrem eigenen Bett liegt. Doch das ist nur Beginn ihres Albtraums. Jemand hält sie gefangen, in einem Zimmer, das an ein Puppenhaus erinnert. 
Am anderen Ende der Stadt, Familienidylle, ein Tag am Strand. Bis eines der Kinder beim Spielen etwas entdeckt: eine Frauenleiche, tief vergraben im Sand. Vor Ort birgt die Polizei weitere Opfer. Allerdings hat niemand sie vermisst gemeldet, weder Eltern noch Freunde. Für D.I. Helen Grace Beweis genug, dass sie es mit einem Täter zu tun hat, der extrem klug und vorsichtig agiert. Und plötzlich begreift sie, dass für jemanden die Uhr ticken könnte, der noch am Leben ist.

Meine Meinung

Ich liebe diese Buchreihe und so wundert es nicht, dass auch dieser dritte BAnd völlig überzeugt!
Wie immer geht es mit Helen Grace direkt und actiongeladen zur Sache. Wer "Einer lebt, einer stirbt" bzw. "Eene Meene" kennt, der weiß ja, dass M.J.Arlidge nicht lange fackelt, bis es die ersten Tote gibt. So geht es auch hier direkt zur Sache.
Die Story ist spannungsgeladen und auch nicht vorhersehbar, was ja leider bei einigen Thrillern der Fall ist. Man lernt die Protagonistin Helen Grace besser kennen und kann auch vermehrt hinter ihre Fassade schauen, ihre Lebensgeschichte, ihre Geheimisse. Sie wird mir gerade durch ihre Abgründe immer sympathischer, da sie sehr autentisch wirkt.
Mittlerweile hat sie auch immer mehr Feinde und Neider in den eigenen Reihen. Wem kann sie noch trauen?
Fakt ist, der Plot ist wie auch in den beiden Vorgängern fesselnd und man hält den Atem an.